Langzeitergebnisse der Therapie Morbus Basedow

Zusammenfassung:

Etwa die Hälfte aller Basedow-Patienten werden schon nach der ersten Therapie beschwerdefrei. Nach er zweiten Therapie mit Medikamenten (Thyreostatika) oder Radiojodresektion (Strahlentherapie) oder Operation sind noch ca. 25% von bleibenden Beschwerden geplagt.

Inhalt:

In einer schwedischen Stude mit 1186 Patienten mit Morbus Basedow wurden die Ergebnisse nach medikamentöser Therapie, Radiojodresektion und Operation über 8 Jahre erfasst.

Zu Beginn erhielten 774 Patenten eine thyreostatische Medikation (Carbimazol, Thiamazol, …). Bei 215 (28%) war eine Operation notwendig, 170 (22%) wurden direkt radiojodreseziert.

59% der Patienten blieben allein unter Medikamenten dauerhaft beschwerdefrei.

Die Erfolgsquote der Radiojodresektion betrug 82%, allerdings trat bei 83% eine Unterfunktion auf (Hypothyreose) die medikamentös eingestellt werden musste (Thyroxin).

Bei wenigen Patienten wurde direkt eine Operation durchgeführt (54), diese sind langfristig alle in der Remission (kein Wiederauftreten des Morbus Basedow) geblieben, benötigten aber eine Therapie der Unterfunktion.

Etwa ein Viertel der Patienten klagte nach Abschluss der Behandlung über bestehenden Beschwerden.
Müdigkeit und Augenprobleme sowie Probleme mit der Thyroxinmedikation wurden beklagt. Dabei machte es keinen Unterschied welches Therapieverfahren angewandt wurde.

Quelle: Sjölin, B et al.; Thyroid 29: 1545-1555 (2019)