In der Schwangerschaft ist der tägliche Jodbedarf deutlich erhöht.

Die Jodversorgung ist in Deutschland immer noch nicht optimal. Nur 40% der Frauen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren erhalten eine ausreichende Jodmenge.

Da die Jodmenge schon für die Frauen nicht ausreicht, genügt dies erst recht nicht im Falle einer Schwangerschaft. Während dieser Zeit ist der Jodbedarf nochmals deutlich erhöht.

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin empfiehlt eine tägliche Jodzufuhr bei Schwangeren und Stillenden von 150.200µg pro Tag (Der Internist 2016, 57: 532-539).

Das gilt auch für Mütter mit Hashimoto-Thyreoiditis und Basedow-Erkrankung. Ausgenommen sind Patientinnen mit aktiver Überfunktion.

Es ist nachgewiesen, dass schon ein geringer Jodmangel im ersten Drittel der Schwangerschaft mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung des Kindes nach der Geburt einhergeht. Je stärker der Jodmangel, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für ein schlechteres Sprach- und Leseverständnis des Kindes (Lancet 2013; 382: 331-337)

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

2018-10-13T13:26:17+00:00Oktober 2018|Allgemein, Schwangerschaft, Medikation, Therapie|